Thunderstorm

Ize isches wider so wit; nebe dem schöne Summerwätter, gits ize o Summergwitter. Früecher hani das gliebt; Im Bett ungerem Dachfenster z lige, d’Regetropfe und de Donner z’ghöre. Es het jewils so e mystischi Athmosphäre gäh. Aber wie gseit: Früecher! Das het sich letst Summer ire Summergwitter-Nacht schlagartig gänderet.

I dere Nacht hei mini Schwost und ig ire Unterkunft z’Mitts im Dschungel gschlafe. Da füre nächst Morge e Flug plannet gsi isch, hei mir beidi no üsi Sache weue packe, dass mer üs am nächste Morge (wemer scho am 5i müesse ufstah) wenigstens nüme mit dem müesste beschäftige. Es het ner langsam afah rägne. Okei, das macht nüd.. mir si schliesslich o ime Regewald, heimer denkt. Mir beidi hei auso (no) ganz entspannt üsi Sache packt.

Und ner hets afa gwittere, mir hei di erste Donner ghört. D’Usgangstür vo de Lodge heimer i dem Moment no es Stückli offe gha. I bi mis Züg am packe gsi und ha dür de Spaut usegluegt, wo plötzlich e Blitz – nid übertribe – 3 Meter nebedran het igschlage. Im Schockzuestand hani aues woni i de Händ gha ha, lah gheie. De Donner wo direkt gfougt isch, hettmer mis Ghör so beschädigt, dassi di nächste ca. 20 Minute nur no wenig ghört ha.

Di ganzi Nacht isches so wittergange. Mir beidi si ner ufs Bett ghockt und hei überleit, wasmer wei mache i dere Situation. Üs isch schlussendlich aber klar worde, dass üs gar kei angeri Wahl blibt, aus di Zit eifach i dem (Holz-)Hüsli abzsite. So heimer beidi eifach chli am Tribe dusse zueglost. Bir Tür hets e Spaut gha, wome nid het chöne zuedue. Dür de Spaut heimer ner gse, dass es dusse gar nüm zwüsche Dunku und Blitz(-licht) gwächslet het. Dür de Spaut heimer gse, dass de Himmu ständig dür d’Blitze erlüchtet isch gsi. Non-Stop.

“Isn’t it scary knowing that any time could be the last time you talk to someone?

Keep that in mind.”

D’Liechter und aues heimer natürlich glösche gha im Hüsli. Mir hei nid dür irgendwelchi Elektrizität z’Schicksal wöue heruserfordere. Leider ha ig vergesse gha, de Adapter uszstecke. Irgendwenn het de afa rouchne u stinke. I bi ufgstande, heregsecklet u hane usgsteckt. So Chlinigkeite söttme auso uf ke Fau vergässe.

A Schlaf isch nid z’denke gsi i dere Nacht. 

Zum Glück isch aues guet gange. Mir si froh gsi, dass üse Witterflug am nächste Tag so früeh isch agsetzt gsi, dass mer endlich vo dem Ort hei wäg chöne.  Am nächste Tag hets nüm grägnet oder gwitteret. Womer us üsem Hüsli si gange, heimer gseh, dass es rise Chaos het gherscht. Bim Träffpunkt – womer häte söue abghout wärde – si d’Strommäst genau uf das Outo gheit, wo üs zum Flughafe hätt söue bringe. Zum Glück heimer när no e angeri Mitfahrgelegeheit chöne organisiere, wo üs zum Flughafe bracht het – Schüsch hetemer oue üse Flug mit Malaysia Airlines verpasst.

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Üsi Dschungellodge mit de Stromleitige drüber
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Umgfalleni Strommäste bim Träffpunkt
 

 

 

 

Blind to the obvious

Kensch das Gfüehl, we du öpis lehrsch und uf z’mau denksch “Wiso hani je denkt dasses anders isch?”. I beziehs ize nid uf irgend e (längwiligi) Mathufgab sondern über Grundlegendes wome (eigentlich) ir Schueu nid lehrt. D Red isch vore Vertiefsarbeit woni ha gmacht füre Abschluss vom ABU Unterricht. Es het sich drbi ume Partnerarbeit ghandelt u mir heis letst Donsti mitere Präsentation abgschlosse. Wasmer aber währendem Usarbeite vo dere Arbeit glehrt hei, werdemer (oder emu sicher ig) nie vergässse.

Mir hei z’ Thema Sehbehinderige gno. E Mönsch gilt us sehbehinderet, wener e Visus het wo 0.3 oder chliner isch. Und das mit Korrektur i Form vore Brille oder Kontaktlinse. Das bedütet, we ig (agnomme i gseh perfekt) öpis vore Entfernig vo 100m cha erkenne, erkennts die Person miteme Visus vo 0.3 ersch ab 30m Entfernig. Abeme Visus vo 0.02 giut e Person us blind.

Iz fragsch di villech, werum mi das Thema so interessiert het, dassi sogar e Arbeit drüber ha  gschribe. De Grund isch, dassi i mim Freiwilligeisatz in Vietnam öpis gseh ha womer extrem igfahre isch. Nebe de Chinder hets o blindi, erwachseni Mönsche i dem Waisehus gha. Und die hei ihre ganz Tag sitzend ufeme Bänkli verbracht, wüu si schüsch nüd gha hei wo si hei chöne mache. Ihri einzigi Beschäftigung isch gsi, dass si am Namittag mängisch anderi Lüt hei chöne massiere. I weiss, dass die Blinde i dem Waisehus si, wüu sie vo de eigete Familie verstosse si worde. I het gern mit dene sehbehinderte Lüt gredt und mit ihne Zit verbracht, leider het d’Sprachbarriere mir da e Strich durch d’ Rächnig gmacht.

I ha mit de Vertiefigsarbeit weue usefinde, was es ir Schwiz für Möglichkeite git für die blindi/sehbehinderte Persone.

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Ky Quang Pagoda Orphanage Ho Chi Minh City, Vietnam
Und ner heimer afa recherchiere. Agfange het aues bire Lehrerin are Blindeschuel. Vo ihre wüssemer, dass die blinde Chinder ir Schueu je einisch ir Wuche O&M Training hei. O&M steit für Orientierig & Mobilität. Die Lehrerin geit auso denn immer mit ihrne Schüeler i di “öffentlichi Welt”. D’Chinder lehre so selbständig z’reise. Zum Bispiu lehre sie düre Bahnhof z loufe währendem sie sich nur mit ihrem Ghör (z.B. o mit Echolokalisatione) orientiere. D’Schüeler merke bim Loufe dür d’Bahnhofunterfüehrige o, bi welem Gleis sie grat si. Sie merkes o usem Grund, dass es bi de Gleis jeweils e chline Luftstoss git wo si uf de Hut gspüre (Weri das dir jemaus ufgfaue?).  Ig seuber hanimi scho geng gfragt, woher di blinde Persone wüsse, wo sie sich grat befinde u wie dass sie geng d’Markierige finde. Iz weissis – sie lehres bereits ir Blindeschuel.

Ner heimer e sehbehinderte Schüeler kenneglehrt. Er isch de wo mir würklich “d’ouge göffnet” het. Er het üs verzeut, dass er früecher ir normale Regelschuel oft ghänslet isch worde wege ihmse Sehbehinderig. Er het haut eifach nüd chöne vorlese oder vor Tafele  erkennt gha. Das isch anschinend scho Grund gnue für öper z’mobbe.. De Schüeler het üs aber öpis glehrt, wome ir Schuel seuber nie lehrt – obwous doch so wichtig wär. Er het üs zeigt, dass es sooo bedütigsvoll isch, sich seuber zu akzeptiere/liebe. Wüu o sini Sehbehinderig isch öpis wo genau si Charakter usmacht. Ohni sini Sehbehinderig würdener ni so stark u seubstbewusst ufträte winers ize macht. Die Ussag vo ihm het mi sehr beidruckt.

Ner heimer e Studentin troffe. Sie isch blind u het e Nebejob im (Dunku)Restaurant blindeKuh. Sie het üs bewisse, dassme o us blindi Person mit beidne Bei voll und ganz im Lebe cha stah. Sie cha ihrem Troum nachegah u das Studiere wosi scho geng het weue.

Zum Schluss heimer wider e Lehrer vo de Blindeschuel troffe. Er isch seuber blind. Es isch ame Sprengunfau ir RS passiert woner 20 jährig isch gsi. Woni das ghört ha, bini soo gschockt gsi. Eigentlich heti er z’Bougschäft vo ihmse Vater seue übernäh.. das isch aber ner undenkbar gsi. Stattdesse heter z’Lehrerseminar gmacht u d’Jazzschule absolviert. Er verbreitet ize mit ihmse Musik – winer seuber seit – wortlosi Gschichte. Er isch so fröhlich u ufgsteut gsi, vo dem chönte mir üs aui e Schibe abschnide.

Aui di verschidene Persönlichkeite – woni ha dörfe kennelerne – hei ei Wunsch:

Sie aui möchte d’Gseuschaft für z’Thema Sehbehinderige sensibilisiere. D’Lüt seue sich bewusst si, dass hinder de sehbehinderte Mönsche genau so spannendi Persönlichkeite stecke und sie nid nur uf die Sehbehinderig reduziere. Und genau das ischmer bewusst worde. Ob mit oder ohni Ougeliecht: Jede Mönsch isch genau glich. Mit Wünsch, Hoffnige u Sehnsücht. Und hinder jedem sehbehinderte Mönsch stecke viel spannendi Gschichte. Ir Schwiz hei si – im Gegesatz zu Vietnam – o z’Glück ihri Tröim chöne uszlebe.

 

 

Thanks 2016!

Trotz oder villich sogar wege de ville negative Schlagzile im 2016, zeigi hie Fotos vo mine persönliche Highlights a Erlebnis im 2016:

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Ky Quang Pagoda Waisenhaus in Ho Chi Minh City, Vietnam
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Mekong Delta River in Vietnam
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Tree planting in Abai Village, Borneo (Malaysia)
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Sunset BBQ in Kudat, Borneo (Malaysia)
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Praia Lavadores in Vila Nova de Gaia, Portugal
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Graffiti in Porto, Portugal
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Blick aus dem Hotelzimmer in Lyon, Frankreich
 

..Natürlich gits no viu meh gueti Sache woni im 2016 ha dörfe erlebe 🙂 Und iz luegi füre i z’Jahr 2017 und wünsche mir, dass o i dem Jahr ganz viu wunderschöni Erlebnis uf mi warte.

 

Getting ready

Spreading the things we love

 

Und ich liebe das Reisen. Deshalb nehme ich dich – lieber Leser – mit auf meinen nächsten Trip. Das Flugzeug nach Ho Chi Minh City (Vietnam) hebt am Samstag um ca. 2 Uhr nachmittags ab und dann geht das Abenteuer los. Ich werde dich auf dem Laufendem halten. Aber nun geht es an die letzten Einkäufe, welche ich zu erledigen habe. 🙂