Shame on me

Sorry!

Lang hani mi nid gmeudet uf dem Blog. Ganz ehrlich; WĂ€hrend de Ferie hani mir lieber Zit gno fĂŒr mit de LĂŒt dert Zit z’verbringe und öpis z’unterneh aus im Blog z schribe. I hoffe sehr, dass du das versteisch!  Dehei isch ner  – ganz ĂŒberraschend – de Alltag dezwĂŒsche cho, woni nĂŒd ha gwĂŒsst z’schribe.:|

Aber lieber spĂ€t aus nie, meudimi iz wider zu Wort.  Und i ha sogar e neui “Rubrik” planet. “Deli’s Reisetipps” :). I weiss, im Internet oder i BĂŒecher findet meh scho viu, jede Tipp vo mir het aber e gschicht drhinder. Auso bis gspannt uf mi nechst Post woni das so mache.

 

“Happiness is unrepentant pleasure”

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Smiling Buddha, Vinh Trang Pagoda, My Tho, Vietnam

Baby skin

“Wuhuu endlich geht es los” war unser Gedanke als uns eine Mitarbeiterin von vpv (Volunteers for peace Vietnam) montag morgens in der Lobby des Hotels in Ho Chi Minh abholte. Wir fuhren dann mit dem Taxi zum Volunteer Haus. Die Mitarbeiterin zeigte uns das ganze Haus und sagte uns die Regeln (z.B dass man sich fĂŒr das Essen jeweils eintragen muss). In unserem Zimmer sind wir insgesamt 9 Frauen (3 von Frankreich, 1 von England, 3 von China und wir beide). Normalerweise befinden sich ca 4-5 Leute in einem Zimmer aber da momentan die Sommerferien sind, wollen viele dieser Arbeit nachgehen. Die Mitarbeiterin sagte uns auch, dass das Programm erst am nĂ€chsten Tag mit dem ‘orientate day’ startet. Also hatten wir nochmals einen Tag zur freien VerfĂŒgung.

Wir nahmen dann den öV um ins Zentrum zu gelangen. Da die Bushaltestelle lediglich durch ein paar kaum sichtbare Striche am Boden gekennzeichnet war, liefen wir das erste mal einfach vorbei. SpĂ€ter fanden wir sie dann und ein wenig spĂ€ter kam der Bus. Das Handzeichen der Vietnamesen um einen Bus zu stoppen war uns (noch) nicht bekannt also dĂŒste dieser Bus mit mind. 60km/h an uns vorbei 😀 Einen Bus spĂ€ter schafften wir es und “durften” mitfahren. Im Bus ist immer jemand fĂŒr das Ticketing und das Öffnen & Schliessen der TĂŒren verantwortlich (ein TĂŒröffner EFZ quasi.. hihi). In der Stadt angekommen, besuchten wir das ‘War Remnants Museum’. Welches ĂŒbrigens auch ein lustiges Ticketsystem hat: man löst ein Ticket an einem bedientem Schalter um es dann 2 Schritte weiter einem anderen Angestellten zu geben. 😀 Den Tag liessen wir mit einem leckerem Abendessen ausklingen.

Am Morgen des ‘orientate day’ erhielten wir Informationen von unserem Projekt, der Kultur Vietnams und AusflĂŒgsmöglichkeiten. Am Nachmittag nahmen wir dann den Bus zum Projekt (1.5h dauert eine Busfahrt :O ). Dabei handelt es sich nicht um einen normalen Bus sondern so einen welcher eig fĂŒr ca. 10 Personnen gedacht ist. In Vietnam aber passen da um die 30 Personnen hinein *Magic*. Du kannst dir nun sicher vorstellen, wie es in so einem Bus ist .. Nach einigen Haltestellen wies mir die TicketverkĂ€uferin einen ‘Sitzplatz’ auf einem Karton zu. Da sass ich also, erschöpft, vis-a-vis von ca 8 Vietnamesen welche mich anschauten. Da ich so mĂŒde war, fielen mir meine Augen immer wieder zu aber auf einmal wurde ich hellwach als die TicketverkĂ€uferin anfĂ€ngt mich am Arm und an den Backen zu kneiffen. Plötzlich fingen auch 2 andere Vietnamesinnen damit an. Alle sahen mich aber mit einem LĂ€cheln im Gesicht an. 🙂 Also nahm ich es an und lĂ€chelte einfach zurĂŒck. Bald war dann auch Endstation fĂŒr den Bus und wir stiegen aus. Ein Mitarbeiter der Freiwilligenorganisation kam auf mich zu und erzĂ€hlte mir, was die Vietnamesinnen geredet hatten; ich habe “beautiful baby skin” und dass sie sich auch eine solche “baby skin” wĂŒnschen. 😀 Aber: So etwas wie diese Frauen gemacht haben, dĂŒrften MĂ€nner aber auf gar keinen Fall tun.

Im Projekt angekommen, traffen wir auf einen riesengrossen Tempel. Daneben befindet sich ein GebĂ€ude (das Waisenhaus), in welchem mehrere Zimmer nebeneinander sind. Und als ich in das erste Zimmer schaute, wurde mir ganz anders. In diesem Zimmer befanden sich nĂ€mlich 3 Babies mit einem Wasserkopf. Ich weiss nicht ob du weisst was es ist auf jeden Fall gar nichts schönes! Und als ich die Babies dort liegen sah lief mir ein kalter Schauer ĂŒber den RĂŒcken. Als dann der Projektmitarbeiter noch sagte, dass es gestern noch 4 Babies waren, wusste ich gar nicht mehr wo oben und unten ist. In einem grossen Zimmer dann befanden sich Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen BeeinschrĂ€nkungen. In weiteren Zimmern waren Babies, welche einfach vor die TĂŒre gelegt wurden. (Wie bei uns in der Schweiz das Babyfenster). Ich werde dir in den nĂ€chsten Posts mehr davon erzĂ€hlen. Meine Message an dich bis dahin: Sei dankbar fĂŒr alles was du hast! Sei es deine Familie, Freunde und vorallem fĂŒr deine Gesundheit! Diese ist unbezahlbar und auch dies wurde mir hier am ersten Tag schlagartig bewusst.

First day 

Die kleinen Dinge bereiten Freude; da meine Schwester und ich das online Check-in zuhause nicht benutzt haben, kam es wie es kommen sollte und wir kriegten am Check-in Schalter in ZĂŒrich gesagt, dass wir nicht nebeneinander sitzen können. Ein kleiner DĂ€mpfer, mehr war das fĂŒr uns nicht – da wir eh geplant hatten, viel zu schlafen (daraus wurde spĂ€ter nur 1h). Beim Boarding allerdings wurde dann meine Boardkarte abgelent und weder der Mitarbeiter noch ich wussten was los war. Nach einiger Zeit kam dann eine Mitarbeiterin und sagte uns, dass sie uns noch PlĂ€tze nebeneinander besorgen konnten. SĂŒss 😀 11h und 2 Filme spĂ€ter kamen wir in Bangkok an und stiegen dann in denn nĂ€chsten Flieger Richtung Vietnam. In Vietnam angekommen wurden wir ĂŒberhĂ€uft von EindrĂŒcken.. ĂŒberall ist so viel los. Wir entschieden uns unsere RucksĂ€cke in unsere Unterkunft zu stellen un per Fuss die Stadt zu erkunden. Wir stiessen auf MĂ€rkte, PĂ€rke, Streetfood und gaaaaanz viele Motorradfahrer. Ich entschuldige mich, dass ich dieses Wort benutze aber hier gilt wirklich: YOLO. Alle fahren hupend und wild durch die Gegend. Aber ich muss sagen, dass dies sehr eindrĂŒcklich ist. Es funktioniert. Irgendwie. Anstatt ein Auto benutzen hier 4-köpfige Familien ein Motorrad um von A nach B zu gelangen 😀
Morgen ist der Start unseres Freiwilligenprojektes. Meine Vorfreude ist riesig und natĂŒrlich werde ich dich auf dem Laufendem halten. â˜ș